Ever Night: Reawakening

4,5 Rollenspiele Aktualisiert 2. September 2026

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Vorteile

  • Atmosphärische Fantasy-Welt mit düsterem
  • detailreichem Artstyle
  • Viele Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Rollen
  • Regelmäßige Events sorgen auch nach der Kampagne für Abwechslung
  • Automatische Kämpfe erleichtern das Spielen zwischendurch
  • Teamaufstellung bietet Raum für taktische Kombinationen

Nachteile

  • Starker Fokus auf In-App-Käufe für schnelleres Vorankommen
  • Fortschritt kann später deutlich langsamer und grindlastiger werden
  • Viele Menüs und Systeme wirken anfangs unübersichtlich
  • Benötigt dauerhaft eine Internetverbindung
  • Auf älteren Geräten sind längere Ladezeiten möglich
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Mobexer Analysiert von Mobexer

Schon die ersten Spielminuten von Ever Night: Reawakening machen klar, dass hier nicht einfach eine bunte Sammlung von Figuren im Mittelpunkt steht. Die Präsentation setzt auf eine dunkle Fantasy-Stimmung, in der Wächter, Aufstellung und der Kampf gegen eine anhaltende Nacht zusammengehören. Ich finde diesen Ansatz gelungen, weil die Atmosphäre nicht bloß als Hintergrund dient: Sie gibt dem Spiel eine erkennbare Richtung und macht aus dem Planen der eigenen Gruppe einen Teil der Erzählung.

Als kostenloses Rollenspiel von Hong Kong Longsin Co., Ltd. richtet sich der Titel an Spieler, die gerne Teams zusammenstellen und vor einem Gefecht überlegen, welche Kombination sinnvoll ist. Die durchschnittliche Bewertung von 4,5 bei rund 20.000 abgegebenen Bewertungen und mehr als 500.000 Installationen zeigen, dass das Konzept bereits viele Interessierte erreicht. Für mich ist aber weniger die Reichweite entscheidend als die Frage, ob die düstere Inszenierung tatsächlich mit dem Spielablauf zusammenarbeitet. Genau dort hat Ever Night: Reawakening seine stärksten Momente, aber auch einige Reibungspunkte.

Ein erster Eindruck zwischen Dunkelheit und Aufbauarbeit

Der erste Kontakt wirkt nicht wie ein hektischer Action-Einstieg. Stattdessen entsteht der Eindruck einer Welt, die von einer Bedrohung geprägt ist und in der jeder neue Wächter eine konkrete Bedeutung bekommt. Das passt zum Grundgedanken, eine eigene Formation zu planen und die ewige Nacht zurückzudrängen. Ich mag, dass die Stimmung nicht durch übertriebene Fröhlichkeit gebrochen wird. Das Spiel weiß, dass seine Stärke in geheimnisvollen Bildern, ernsteren Farben und einer leicht bedrückenden Grundhaltung liegt.

In der Praxis bedeutet das: Wer ein Rollenspiel sucht, das sofort mit lauten Effekten und pausenloser Bewegung um Aufmerksamkeit kämpft, könnte den Einstieg zunächst als zurückhaltend empfinden. Wer dagegen gerne in eine Welt hineingeführt wird, profitiert von dem langsameren Aufbau. Die Atmosphäre braucht etwas Zeit, bevor sie ihre Wirkung entfaltet. Dafür fühlt sich die Reise nicht wie eine beliebige Abfolge isolierter Menüs an.

Ein wichtiger Punkt ist die Rolle der Wächter. Sie sind nicht nur Sammelobjekte, die man möglichst schnell anhäuft. Ihre eigentliche Bedeutung entsteht erst dann, wenn ich über die Aufstellung nachdenke. Ein starkes Einzelmitglied löst nicht automatisch jedes Problem. Entscheidend ist, wie die Gruppe als Ganzes funktioniert und ob ich meine Auswahl an die jeweilige Situation anpasse. Diese Perspektive verhindert zumindest teilweise, dass der Blick nur auf den nächsten freigeschalteten Charakter gerichtet bleibt.

Für eine kurze Alltagssitzung eignet sich das Spiel besonders dann, wenn ich nicht einfach nur eine Runde starten, sondern eine kleine Entscheidung treffen möchte. Nach einem anstrengenden Arbeitstag kann ich mich etwa einloggen, meine Formation prüfen und überlegen, warum ein Abschnitt nicht funktioniert hat. Das ist weniger fordernd als ein reines Reaktionsspiel, aber anspruchsvoller als ein automatischer Ablauf, bei dem die eigene Beteiligung kaum eine Rolle spielt.

Gleichzeitig sollte man mit der richtigen Erwartung beginnen. Der kostenlose Zugang macht den Einstieg leicht, doch die eingebauten Käufe reichen von 1,09 € bis 519,99 € über Google Play. Für mich ist das ein klarer Hinweis, den Fortschritt nicht mit dem Gefühl zu verbinden, ständig etwas nachkaufen zu müssen. Wer solche Modelle grundsätzlich nicht mag, wird sich wahrscheinlich auch von einer stimmungsvollen Welt nicht dauerhaft überzeugen lassen.

Eine Welt, die über Bilder statt über Erklärungen arbeitet

Die Welt von Ever Night: Reawakening funktioniert vor allem über ihre visuelle Sprache. Dunkelheit ist hier nicht nur ein Filter über der Oberfläche, sondern das zentrale Motiv. Wächter und Formation bekommen dadurch eine symbolische Funktion: Die Gruppe steht nicht bloß für Kampfkraft, sondern auch für den Versuch, Ordnung in eine beschädigte Umgebung zu bringen. Diese Verbindung verleiht dem Aufbau der eigenen Mannschaft mehr Gewicht, als es eine rein technische Oberfläche könnte.

Mir gefällt besonders, dass die Gestaltung eine klare Stimmung vorgibt, ohne jede Szene mit einer langen Erklärung auslegen zu müssen. Der Titel lässt Raum für eigene Eindrücke. Man merkt, ob ein Abschnitt bedrohlich, ruhig oder wie ein Wendepunkt wirkt, bevor man alle Zusammenhänge vollständig verstanden hat. Das ist eine gute Entscheidung für ein mobiles Rollenspiel, weil die Welt dadurch auch in kürzeren Sitzungen im Gedächtnis bleibt.

Die Kehrseite dieser Zurückhaltung ist, dass Spieler, die eine sehr ausführliche und ständig kommentierte Handlung erwarten, möglicherweise weniger Halt finden. Die Stimmung trägt viel, aber sie ersetzt keine persönliche Vorliebe für taktisches Sammeln und schrittweisen Aufbau. Ich würde deshalb nicht behaupten, dass das Setting allein genügt. Es funktioniert am besten, wenn ich Freude daran habe, aus Figuren, Aufstellung und Umgebung ein eigenes Bild der Welt zusammenzusetzen.

Ein nützlicher Umgang mit der Präsentation besteht darin, nicht jede neue Figur sofort nur nach ihrer offensichtlichen Stärke zu beurteilen. Ich achte eher darauf, welche Rolle sie in meiner bestehenden Gruppe übernehmen könnte. Passt sie zu meiner bisherigen Formation? Verändert sie den Rhythmus eines Gefechts? Eröffnet sie eine andere Herangehensweise? Diese Fragen sind interessanter als die reine Suche nach dem höchsten Wert und helfen dabei, die Gestaltung mit der Mechanik zu verbinden.

Dadurch entsteht ein kleiner, aber wichtiger Unterschied zu vielen gewöhnlichen Rollenspielen für Mobilgeräte. Dort wirken Figuren und Schauplätze manchmal wie austauschbare Dekorationen für ein Fortschrittssystem. Ever Night: Reawakening bemüht sich stärker darum, seine Wächter in eine gemeinsame Stimmung einzubetten. Das macht die Auswahl persönlicher. Ich entscheide nicht nur, was rechnerisch nützlich sein könnte, sondern auch, welche Gruppe sich für diese dunkle Welt stimmig anfühlt.

Sound und Rhythmus: Warum die Ruhe eine Funktion hat

Die akustische und visuelle Stimmung gewinnt vor allem durch ihr Zusammenspiel. Ein dunkles Setting würde schnell künstlich wirken, wenn der Ablauf ständig von unpassender Hektik überlagert würde. Hier unterstützt der Rhythmus eher das Gefühl, dass die Bedrohung dauerhaft vorhanden ist. Gefechte wirken dadurch nicht wie völlig losgelöste Minispiele, sondern wie Abschnitte innerhalb einer größeren Reise.

Ich finde diesen Rhythmus angenehm, wenn ich konzentriert spielen möchte, ohne permanent unter Zeitdruck zu stehen. Das passt zum Planen der Aufstellung: Erst beobachten, dann eine Entscheidung treffen, anschließend das Ergebnis bewerten. Die Spannung entsteht nicht ausschließlich aus schnellen Eingaben, sondern aus der Frage, ob meine Vorbereitung zur Situation passt. Für mich ist das der Punkt, an dem die Atmosphäre spielerisch relevant wird.

Allerdings kann genau diese kontrollierte Gangart für manche Spieler zu langsam wirken. Wer von einem Rollenspiel auf dem Smartphone unmittelbare Belohnungen, rasche Kämpfe und einen ununterbrochenen Strom neuer Reize erwartet, braucht Geduld. Der Titel entfaltet seine Wirkung eher in mehreren kleinen Sitzungen als in einem einzigen langen Durchlauf. Ich würde ihn deshalb nicht als idealen Zeitvertreib für Menschen beschreiben, die nur wenige Sekunden pro Runde haben und keinerlei Interesse an Planung mitbringen.

Eine praktische Spielweise ist, die kurzen Abschnitte nicht als nebensächliche Pausen zwischen den Kämpfen zu behandeln. Ich nutze sie, um meine Formation bewusst zu überprüfen, statt jede Entscheidung automatisch zu bestätigen. Gerade bei einer dunklen, eher getragenen Inszenierung passt es besser, kurz innezuhalten und die eigene Gruppe zu lesen. Das klingt unspektakulär, verhindert aber, dass man sich durch wiederholte Niederlagen arbeitet, ohne die Ursache zu verstehen.

Der Rhythmus hilft auch beim Erkennen von Fortschritt. Wenn eine Gruppe, die anfangs unausgewogen wirkte, später besser zusammenspielt, fühlt sich das nicht nur wie ein Zahlenanstieg an. Die Verbesserung zeigt sich darin, dass ich Begegnungen anders einschätze und weniger zufällig aufstelle. Das ist ein konkreter Vorteil gegenüber Spielen, bei denen neue Inhalte zwar größer, aber nicht unbedingt bedeutungsvoller werden.

Die Mechanik muss die Stimmung tragen

Im Kern bleibt Ever Night: Reawakening ein Rollenspiel, und die atmosphärische Oberfläche wäre wenig wert, wenn die Aufstellung keine echten Überlegungen verlangt. Der wichtigste mechanische Gedanke ist die Verbindung von Wächtern und Formation. Ich sollte meine Gruppe nicht nur nach einzelnen Lieblingsfiguren bilden, sondern nach dem Zusammenspiel, das ich für den nächsten Abschnitt brauche.

Das führt zu einem hilfreichen Wechsel der Perspektive. Statt nach einer einzigen perfekten Mannschaft zu suchen, lohnt es sich, mehrere funktionierende Ansätze zu entwickeln. Eine Formation, die in einem Abschnitt sicher wirkt, muss nicht automatisch in der nächsten Situation die beste Wahl sein. Für mich ist das eine der interessanteren Entscheidungen des Spiels, weil sie das Sammeln mit tatsächlichem Ausprobieren verbindet.

Neue Wächter sollte man deshalb nicht sofort vollständig in die Hauptgruppe übernehmen. Ich würde zunächst prüfen, ob ihre Rolle eine vorhandene Lücke schließt oder nur eine ähnliche Funktion doppelt. Dieser kleine Test spart Ressourcen und verhindert, dass die Entwicklung zu breit verteilt wird. Gerade bei einem kostenlosen Rollenspiel mit optionalen Käufen ist es sinnvoll, nicht jede neue Möglichkeit sofort als Pflicht zu betrachten.

Ein weiterer konkreter Tipp betrifft die Bewertung von Niederlagen. Wenn ein Kampf scheitert, ist die naheliegende Reaktion oft, einfach mehr Stärke aufzubauen. Ich finde es besser, zuerst die Aufstellung zu verändern und zu beobachten, ob sich der Ablauf dadurch verbessert. So lässt sich erkennen, ob wirklich ein Entwicklungsproblem vorliegt oder ob die Gruppe nur schlecht aufeinander abgestimmt war. Diese Methode macht den Fortschritt planbarer und reduziert das Gefühl, ausschließlich auf Glück oder Ausgaben angewiesen zu sein.

Die Mechanik eignet sich besonders für Spieler, die gerne Muster erkennen. Wer Freude daran hat, aus einem Ergebnis Rückschlüsse zu ziehen, bekommt mehr aus dem Spiel heraus als jemand, der jeden Abschnitt nur mit der stärksten sichtbaren Auswahl starten möchte. Gleichzeitig ist das kein Titel, den ich Spielern empfehlen würde, die ausschließlich eine lineare Geschichte ohne Verwaltungsaufwand suchen. Die eigene Beteiligung liegt gerade im Entscheiden, Vergleichen und Nachjustieren.

Die kostenlose Zugänglichkeit ist ein Vorteil, aber sie verändert auch die persönliche Disziplin. Da der Einstieg nichts kostet, kann man ohne großes Risiko ausprobieren, ob die Mischung aus Fantasy-Stimmung und Formation gefällt. Bei den möglichen Ausgaben würde ich jedoch ein festes persönliches Limit setzen und den Spielfortschritt nicht als Wettbewerb betrachten. Wer sich von Kaufangeboten schnell unter Druck gesetzt fühlt, sollte besonders aufmerksam spielen und nur dann investieren, wenn der Schritt wirklich gewollt ist.

Für wen sich die Reise lohnt

Ich sehe Ever Night: Reawakening vor allem bei Spielern, die drei Dinge miteinander verbinden möchten: eine dunkle Fantasy-Welt, das Sammeln von Wächtern und taktisches Überlegen bei der Aufstellung. Die Gestaltung spricht Menschen an, die eine ernstere Stimmung bevorzugen und nicht jede Minute mit grellen Effekten gefüllt brauchen. Auch für kurze, wiederkehrende Sitzungen passt der Titel gut, solange man bereit ist, den eigenen Fortschritt gelegentlich zu analysieren.

Ein realistisches Beispiel wäre der Weg zur Arbeit oder eine ruhige Pause zu Hause. Ich würde nicht versuchen, möglichst viele Abschnitte nebenbei abzuhaken. Sinnvoller ist, einen überschaubaren Spielabschnitt zu starten, die Formation zu prüfen und nach einem Fehlschlag eine gezielte Änderung vorzunehmen. So bleibt die Sitzung übersichtlich, und die Atmosphäre kann wirken, ohne dass das Spiel den ganzen Tag Aufmerksamkeit verlangt.

Weniger passend ist der Titel für Menschen, die ein vollständig passives Erlebnis erwarten. Auch wenn Rollenspiele dieser Art häufig komfortable Abläufe anbieten, liegt der Reiz hier in der Entscheidung, welche Wächter zusammenarbeiten und wie man auf ein Problem reagiert. Wer niemals Aufstellungen anpassen möchte, wird wahrscheinlich nur einen Teil des Konzepts erleben.

Auch Fans von sehr schnellen Action-Rollenspielen sollten ihre Erwartungen prüfen. Die Stärke dieses Spiels liegt nicht darin, jede Begegnung in ein hektisches Reflexduell zu verwandeln. Ein anderes Spiel wäre die bessere Wahl, wenn unmittelbare Steuerung, rasche Trefferfolgen und direkte Bewegung wichtiger sind als Gruppenplanung. Ever Night: Reawakening ist eher für den Kopf und die Stimmung gedacht als für dauerhaftes Adrenalin.

Im Vergleich zu gewöhnlichen Sammel-Rollenspielen wirkt die Verbindung von Setting und Formation hier geschlossener. Die Wächter passen in eine Welt, die von Nacht und Bedrohung geprägt ist, und die Aufstellung fühlt sich dadurch nicht ganz so losgelöst vom Thema an. Im Vergleich zu stark erzählorientierten Rollenspielen bleibt die eigene Gruppenzusammenstellung jedoch wichtiger als eine rein lineare Handlung. Wer eine klare Mischung aus beidem sucht, findet einen brauchbaren Mittelweg; wer nur eine Seite möchte, sollte gezielt nach einem Spezialisten suchen.

Technischer Rahmen und langfristige Erwartungen

Auf Geräten mit Android 6.0 oder neuer ist der Einstieg grundsätzlich möglich. Die aktuelle Version ist 10.0.61, was für mich vor allem bedeutet, dass man beim Installieren auf einen zeitgemäßen Stand achten sollte. Für die Entscheidung ist außerdem wichtig, dass der Titel als kostenlos angeboten wird, aber optionale Käufe innerhalb einer sehr großen Preisspanne enthält. Das sollte man als Teil des Nutzungserlebnisses einplanen und nicht erst nach mehreren Sitzungen berücksichtigen.

Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 12 Jahren. Für Familien ist das eine nützliche Orientierung, ersetzt aber nicht den eigenen Blick darauf, ob die düstere Darstellung und die Kaufmöglichkeiten zum jeweiligen Spieler passen. Gerade jüngere Nutzer sollten die Ausgaben nicht allein verwalten. Für Erwachsene ist die wichtigere Frage, ob sie mit einem kostenlosen Rollenspiel umgehen können, das seinen Fortschritt über langfristiges Sammeln und Weiterentwickeln interessant macht.

Die Größe der Community ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Titel nicht nur ein kaum beachtetes Experiment ist. Trotzdem würde ich die Entscheidung nicht allein auf die Bewertung oder die Zahl der Installationen stützen. Ein Spiel kann viele Menschen erreichen und dennoch nicht zum eigenen Tempo passen. Für mich zählen hier die konkrete Vorliebe für dunkle Fantasy, die Bereitschaft zum Planen und die Toleranz gegenüber optionalen Käufen stärker als jede Kennzahl.

Langfristig bleibt entscheidend, ob die Gruppe sich weiterhin wie ein eigenes Projekt anfühlt. Wenn ich nur dieselben Abläufe wiederhole und neue Wächter ausschließlich als stärkere Versionen alter Figuren wahrnehme, verliert die Atmosphäre an Kraft. Wenn aber unterschiedliche Aufstellungen tatsächlich zu neuen Überlegungen führen, bleibt die Reise lebendig. Deshalb würde ich den Titel in den ersten Sitzungen nicht nach maximalem Fortschritt beurteilen, sondern danach, ob mich die nächste Formation gedanklich beschäftigt.

Mein Urteil zur spielbaren Atmosphäre

Ever Night: Reawakening überzeugt mich dort, wo Kunst, Klang, Setting und Rhythmus gemeinsam eine erkennbare Stimmung erzeugen. Die ewige Nacht ist nicht nur ein Schlagwort, sondern der Rahmen, in dem Wächter und Aufstellung sinnvoll wirken. Ich habe den Eindruck, dass die Präsentation den mechanischen Kern unterstützt, statt ihn zu überdecken. Das ist bei mobilen Rollenspielen nicht selbstverständlich.

Die größte Stärke liegt in der Verbindung von Stimmung und Entscheidung. Ich stelle keine Gruppe nur deshalb zusammen, weil ein Menü es verlangt, sondern weil die Welt mich dazu bringt, über Schutz, Zusammenspiel und Widerstand nachzudenken. Die besten Momente entstehen, wenn eine kleine Änderung an der Formation mehr bewirkt als blindes Aufwerten. Genau dann fühlt sich der Fortschritt verdient an.

Die Grenzen sind ebenfalls klar. Das Spiel ist nicht die richtige Wahl für jemanden, der schnelle Action, eine komplett lineare Erzählung oder ein völlig kaufdruckfreies Sammelsystem sucht. Die ruhige Gangart kann Geduld verlangen, und die vorhandenen Kaufoptionen machen einen bewussten Umgang mit dem eigenen Budget wichtig. Wer diese Punkte akzeptiert, bekommt aber einen kostenlosen Einstieg in ein Rollenspiel, das seine Atmosphäre ernst nimmt.

Ich würde Ever Night: Reawakening daher Freunden empfehlen, die dunkle Fantasy mögen und Freude daran haben, ihre Gruppe nicht einfach zu übernehmen, sondern Schritt für Schritt zu verstehen. Mein Rat wäre, die ersten Sitzungen ohne vorschnelle Ausgaben zu spielen, Niederlagen zunächst über die Aufstellung zu analysieren und neue Wächter nicht automatisch als Pflicht zu betrachten. Wer so an den Titel herangeht, erlebt seine stärkste Seite: eine ruhige, geheimnisvolle Reise, bei der die richtige Formation genauso wichtig ist wie das Gefühl, gegen die Dunkelheit voranzukommen.

FAQ

Was ist Ever Night: Reawakening und welches Spielprinzip erwartet mich?

Ever Night: Reawakening ist ein mobiles Fantasy-Rollenspiel mit einer düsteren Welt, actionreichen Kämpfen und einer fortlaufenden Geschichte. Spieler stellen ein Team aus unterschiedlichen Charakteren zusammen, verbessern deren Fähigkeiten und treten gegen Monster, Bosse und andere Gegner an. Je nach Spielmodus stehen taktische Entscheidungen, schnelle Reaktionen oder die optimale Zusammenstellung der Gruppe im Mittelpunkt.

Ist Ever Night: Reawakening kostenlos spielbar oder gibt es In-App-Käufe?

Das Spiel kann grundsätzlich kostenlos heruntergeladen und gespielt werden, verwendet jedoch typischerweise ein Free-to-Play-Modell. Zusätzliche Käufe können den Fortschritt beschleunigen, Ressourcen liefern oder kosmetische beziehungsweise spielerische Vorteile freischalten. Wer kein Geld ausgeben möchte, kann meist trotzdem vorankommen, muss aber mit längeren Wartezeiten, begrenzten Ressourcen und wiederholten Aufgaben rechnen.

Benötigt Ever Night: Reawakening eine dauerhafte Internetverbindung?

Für die meisten Funktionen ist eine Internetverbindung erforderlich. Dazu gehören normalerweise die Anmeldung, die Synchronisierung des Spielfortschritts, zeitlich begrenzte Events, Belohnungen und möglicherweise Mehrspieler- oder Ranglisteninhalte. Im Offline-Modus kann das Spiel daher eingeschränkt oder gar nicht nutzbar sein. Eine stabile Verbindung wird besonders bei Kämpfen und beim Wechsel zwischen Menüs empfohlen.

Welche Geräteanforderungen und wie viel Speicherplatz benötigt das Spiel?

Vor der Installation sollte ausreichend freier Speicher vorhanden sein, da zusätzlich zum eigentlichen Download weitere Spieldaten, Updates und Grafiken geladen werden können. Auf älteren Smartphones oder Tablets kann die Darstellung weniger flüssig sein, insbesondere bei vielen Effekten auf dem Bildschirm. Für ein angenehmes Spielerlebnis empfiehlt sich ein aktuelles Android- oder iOS-Gerät mit genügend Arbeitsspeicher und einer stabilen Verbindung.

Ist Ever Night: Reawakening für Einsteiger geeignet und wie viel Zeit sollte man einplanen?

Der Einstieg ist durch Tutorials und schrittweise freigeschaltete Funktionen grundsätzlich zugänglich. Dennoch kann das Spiel später komplexer werden, da Charakterentwicklung, Ausrüstung, Teamaufstellung und Ressourcenmanagement eine wichtige Rolle spielen. Wer regelmäßig tägliche Aufgaben erledigt, profitiert meist stärker vom Fortschritt. Für kurze Sitzungen ist es geeignet, während ambitionierte Spieler deutlich mehr Zeit in Events und Verbesserungen investieren können.

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