BlackCam Pro - B&W Camera
4,2 Fotografie Aktualisiert 30. August 2026
Screenshots
Vorteile
- Viele Schwarzweiß-Filter mit unterschiedlichen Kontrast- und Körnungseffekten
- Manuelle Anpassung von Helligkeit
- Kontrast und Vignette möglich
- RAW-Unterstützung für kompatible Geräte und anspruchsvollere Nachbearbeitung
- Live-Vorschau zeigt den gewählten Effekt bereits vor der Aufnahme
- Aufgeräumte Oberfläche ermöglicht schnellen Zugriff auf wichtige Einstellungen
Nachteile
- Einige Funktionen sind je nach Smartphone und Android-Version eingeschränkt
- Die App bietet keine umfangreichen Farbkorrektur- oder Retuschewerkzeuge
- Starke Filter können feine Bilddetails sichtbar reduzieren
- Für Einsteiger wirken die manuellen Optionen zunächst etwas unübersichtlich
- Die Pro-Version ist kostenpflichtig und nicht auf jedem Gerät zwingend nötig
Wenn ich unterwegs bewusst in Schwarzweiß fotografieren möchte, greife ich nicht zu einer umfangreichen Bildbearbeitung, sondern zu BlackCam Pro. Die App von XnView setzt genau an dem Moment an, in dem das Bild entsteht: Ich sehe die Szene bereits ohne Farbe und kann dadurch anders auf Licht, Kontraste und Formen achten. Das klingt zunächst schlicht, ist im Alltag aber ein wichtiger Unterschied zu einer normalen Kamera-App, die erst nach der Aufnahme ein Schwarzweiß-Filter darüberlegt.
BlackCam Pro gehört zur Kategorie Fotografie und kostet 0,89 €. Für mich ist das vor allem eine kleine Spezialkamera für Menschen, die monochrome Bilder gezielt aufnehmen möchten. Sie will keine komplette Bildverwaltung und kein universelles Studio ersetzen. Ihre Stärke liegt in einem konzentrierten Ablauf: Motiv auswählen, Wirkung beurteilen, aufnehmen und das Ergebnis direkt als Schwarzweißbild weiterverwenden.
Für wen sich eine eigene Schwarzweißkamera lohnt
Die wichtigste Entscheidungsfrage ist nicht, ob Schwarzweißfilter grundsätzlich möglich sind. Das kann inzwischen fast jede Standardkamera oder Galerie-App. Entscheidend ist vielmehr, ob ich schon vor dem Auslösen in Schwarzweiß denken möchte. Bei Architektur, Straßenmotiven, alten Fassaden, Porträts mit markanten Gesichtszügen oder Gegenlicht verändert diese Vorschau meine Bildauswahl. Farben lenken oft ab; ohne sie erkenne ich schneller, ob ein Motiv durch Linien, Helligkeitsunterschiede und Flächen funktioniert.
In meinem Alltag zeigt sich der Nutzen besonders bei kurzen Fotospaziergängen. Wenn ich durch eine Straße mit nassem Asphalt, Metallgeländern und hellen Schaufenstern gehe, suche ich nicht mehr nach kräftigen Farben, sondern nach einer guten Staffelung von hell und dunkel. Ein Motiv, das in Farbe langweilig wirkt, kann durch seine Struktur plötzlich interessant werden. Umgekehrt merke ich sofort, wenn ein Bild nur wegen einer auffälligen Farbe funktioniert und in monochromer Darstellung keine Spannung mehr besitzt.
Wer hingegen möglichst viele Aufnahmemodi, automatische Szenenerkennung, umfangreiche manuelle Einstellungen oder eine nahtlose Verbindung zu einem großen Bearbeitungs-Workflow erwartet, sollte seine normale Kamera-App behalten. BlackCam Pro ist keine vollständige Alternative für jede fotografische Aufgabe. Ich sehe sie eher als Werkzeug mit einer klaren Absicht: Schwarzweiß nicht nachträglich erzwingen, sondern bereits beim Fotografieren beurteilen.
Für die Entscheidung zählt außerdem die eigene Arbeitsweise. Wenn ich meine Bilder grundsätzlich erst später am Computer auswähle und bearbeite, ist die App weniger wichtig. Wenn ich direkt beim Fotografieren wissen möchte, ob ein Motiv monochrom trägt, ist der geringe Kaufpreis leichter zu rechtfertigen. Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren passt dabei zu einer unkomplizierten Fotografie-App ohne besondere Zugangshürde.
Der erste Eindruck im täglichen Gebrauch
Nach der Installation fällt vor allem die klare Ausrichtung auf. Es gibt keinen Versuch, aus der Anwendung ein soziales Netzwerk, eine Galerie oder ein überladenes Kreativprogramm zu machen. Ich öffne sie mit einer konkreten Erwartung: Die Kamera soll mir ein Schwarzweißbild zeigen. Genau diese Beschränkung empfinde ich als angenehm, weil sie den Blick auf das Motiv lenkt und nicht auf eine lange Liste von Werkzeugen.
Die Vorschau ist für mich der entscheidende Teil des Erlebnisses. Ich kann vor der Aufnahme einschätzen, ob Schatten noch Zeichnung besitzen oder zu einer schwarzen Fläche werden. Ebenso sehe ich, ob helle Bereiche genügend Trennung zum Hintergrund haben. Das ist besonders hilfreich bei bewölktem Wetter, in Innenräumen oder bei Motiven mit vielen grauen Oberflächen. In Farbe würde ich solche Situationen oft erst später richtig beurteilen.
Ein praktischer Nebeneffekt ist die schnellere Motivsuche. Ich muss nicht mehrere Aufnahmen in Farbe machen, anschließend Filter ausprobieren und die Ergebnisse vergleichen. Stattdessen treffe ich die gestalterische Entscheidung früher. Die eigentliche Stärke liegt deshalb nicht im Filter, sondern in der Vorabkontrolle des Bildlooks. Wer diesen Unterschied versteht, bekommt aus der kleinen App deutlich mehr heraus als mit einem beliebigen Ein-Klick-Effekt.
Wo BlackCam Pro gegenüber normalen Kamera-Apps gewinnt
Die üblichen Kamera-Apps sind auf Vielseitigkeit ausgelegt. Sie sollen Landschaften, Essen, Dokumente, Kinder, Videos und spontane Schnappschüsse gleichermaßen bewältigen. Das ist praktisch, führt aber oft dazu, dass Schwarzweiß nur eine Option unter vielen bleibt. BlackCam Pro macht aus der monochromen Darstellung den Ausgangspunkt. Dadurch fotografiere ich bewusster und verliere weniger Zeit mit nachträglichem Ausprobieren.
Ein konkreter Vorteil zeigt sich bei kontrastreichen Alltagsszenen. Nehmen wir eine Bushaltestelle am frühen Morgen: nasse Scheiben, helle Reklame, dunkle Mäntel und harte Schatten unter dem Dach. In Farbe konkurrieren viele Eindrücke miteinander. In der Schwarzweißvorschau erkenne ich sofort, ob die Person vor der Scheibe als klare Silhouette funktioniert oder im Hintergrund untergeht. Ich kann meinen Standpunkt ändern, bevor ich auslöse, statt später festzustellen, dass die Komposition nicht trägt.
Auch bei Porträts hilft die direkte Darstellung. Hautfarben spielen keine Rolle mehr, und ich achte stärker auf Gesichtskonturen, Haarstruktur und die Richtung des Lichts. Das bedeutet nicht automatisch, dass jedes Porträt besser wird. Flaches Licht bleibt flach, und harte Schatten können unvorteilhaft wirken. Der Vorteil besteht darin, dass ich diese Wirkung sofort sehe und nicht erst nach der Aufnahme durch einen Filter entdecke.
Für Architektur und Details ist die App ebenfalls interessant. Mauerrisse, Treppen, Kabel, Fensterreihen und Schattenwürfe gewinnen häufig durch eine reduzierte Darstellung. Ich kann gezielter nach Wiederholungen und geometrischen Formen suchen. Der Verzicht auf Farbe zwingt mich, die Bildfläche genauer zu lesen. Das ist ein fotografischer Lernvorteil, den eine nachträgliche Bearbeitung zwar ermöglicht, aber nicht in derselben Weise in den Aufnahmeprozess einbindet.
Tipps, die den einfachen Ansatz besser ausnutzen
Mein erster Tipp ist, nicht nur bei starkem Sonnenschein zu fotografieren. Schwarzweiß lebt zwar von Kontrast, aber auch weiches Licht kann funktionieren, wenn das Motiv genügend Textur besitzt. Bei einer alten Holztür, einer Stoffoberfläche oder einer verregneten Hauswand achte ich weniger auf dramatische Schatten und mehr auf feine Helligkeitsabstufungen. Die Vorschau hilft mir, diese Unterschiede zu erkennen, bevor ich mich für den Bildausschnitt entscheide.
Der zweite Tipp betrifft den Hintergrund. Ein Motiv kann im Vordergrund überzeugend aussehen und trotzdem durch helle oder dunkle Flächen dahinter an Wirkung verlieren. In Schwarzweiß verschmelzen Farben, die sich in der Realität deutlich unterscheiden, möglicherweise zu ähnlichen Grauwerten. Ich verschiebe mich deshalb oft nur ein oder zwei Schritte zur Seite. Dadurch trenne ich eine Person von einer Wand oder lasse eine helle Fläche aus dem Bild verschwinden. Dieser kleine Positionswechsel ist häufig wirkungsvoller als jede spätere Bearbeitung.
Als dritten Ansatz nutze ich die App für eine Art visuelles Training. Ich fotografiere nicht sofort, sondern suche zuerst drei verschiedene Motive, bei denen nur die Helligkeitsverteilung interessant ist. Danach vergleiche ich gedanklich, welches Bild auch ohne Farbe funktionieren würde. So wird die Anwendung nicht nur zu einer Kamera, sondern zu einer Übung für Komposition. Besonders Anfänger profitieren davon, weil sie lernen, dass ein gutes Foto nicht allein von kräftigen Farben abhängt.
Ein weiterer sinnvoller Workflow ist die bewusste Trennung zwischen Schwarzweiß-Projekt und Farbfotografie. Wenn mir ein Motiv sowohl in Farbe als auch monochrom gefällt, sollte ich nicht automatisch die farbige Version löschen. BlackCam Pro ist ideal, wenn ich mich bewusst für die reduzierte Interpretation entscheide. Für wichtige Erinnerungen oder Szenen mit charakteristischen Farben nehme ich weiterhin die Standardkamera und bearbeite später. So wird die Spezial-App zur Ergänzung statt zu einem unnötigen Ersatz.
Die Grenzen des spezialisierten Konzepts
Die Konzentration auf Schwarzweiß ist gleichzeitig die größte Einschränkung. Wer eine einzige Kamera-App für alle Situationen sucht, wird wahrscheinlich irgendwann wechseln müssen. Für farbige Urlaubsbilder, schnelle Dokumentationsfotos oder Aufnahmen, bei denen die genaue Farbwiedergabe wichtig ist, ist eine gewöhnliche Kamera die bessere Wahl. Ich würde BlackCam Pro nicht als einzige Foto-App auf dem Smartphone einplanen, sondern als bewusst gewählte Ergänzung.
Auch die Vorschau ersetzt keine sorgfältige Bildkontrolle. Ein Motiv kann auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm überzeugend wirken und später durch Bewegungsunschärfe, ungünstige Schärfe oder störende Details an Qualität verlieren. Deshalb prüfe ich nach einer wichtigen Aufnahme weiterhin das gespeicherte Bild. Die App unterstützt die gestalterische Entscheidung, nimmt mir aber nicht jede fotografische Verantwortung ab.
Wer seine Bilder in einem bestimmten Rohdaten- oder Farbprofil-Workflow weiterverarbeiten möchte, sollte ebenfalls genau überlegen, ob eine direkte Schwarzweißaufnahme zum eigenen Ablauf passt. Für mich ist der Reiz gerade, das Ergebnis schon bei der Aufnahme festzulegen. Andere Fotografen möchten dagegen möglichst viele spätere Optionen offenhalten. In diesem Fall bietet eine normale Kamera mit anschließender Bearbeitung mehr Spielraum, auch wenn der kreative Prozess dadurch langsamer und weniger unmittelbar wird.
Ein kleiner psychologischer Nachteil ist die Versuchung, jedes Motiv künstlich dramatisch wirken zu lassen. Schwarzweiß kann einer Szene schnell einen ernsteren oder kunstvolleren Eindruck geben, ohne dass die Bildidee wirklich stark ist. Ich frage mich deshalb vor dem Auslösen: Tragen Licht und Formen das Bild, oder gefällt mir nur der ungewohnte Look? Diese Selbstkontrolle verhindert, dass die App zum bloßen Effektgenerator wird.
Vergleich mit den üblichen Alternativen
Im Vergleich zu einer Standardkamera mit nachträglichem Filter gewinnt BlackCam Pro beim unmittelbaren Sehen. Ich treffe die Entscheidung für Schwarzweiß früher und kann meinen Bildausschnitt entsprechend anpassen. Die Standardkamera gewinnt bei Flexibilität, weil ich die Farbinformation zunächst behalten und später mehrere Varianten erstellen kann. Für wichtige Motive mit unsicherer Wirkung würde ich daher eher die herkömmliche Kamera verwenden.
Gegenüber einer umfangreichen mobilen Bildbearbeitung punktet die App durch weniger Ablenkung. Eine Bearbeitungs-App ist besser, wenn ich Helligkeit, Kontrast, Körnung, lokale Bereiche oder mehrere Versionen präzise kontrollieren möchte. BlackCam Pro ist schneller, wenn ich bereits beim Fotografieren eine klare monochrome Richtung habe. Der Unterschied ist also nicht einfach „einfach gegen professionell“, sondern Aufnahmeentscheidung gegen nachträgliche Feinsteuerung.
Auch eine Kamera-App mit einem einzelnen Schwarzweißfilter kann ein ähnliches Grundprinzip bieten. Der spezifische Wert von BlackCam Pro liegt für mich darin, dass die gesamte Nutzung auf diesen Bildstil ausgerichtet ist. Ich öffne sie nicht, um durch viele Looks zu blättern, sondern um mich auf eine visuelle Sprache festzulegen. Wer gerne dutzende Filter vergleicht, wird eine kreativere Bearbeitungs-App wahrscheinlich spannender finden. Wer schnell zu einer klaren Entscheidung kommen möchte, profitiert eher von dieser Spezialisierung.
Die Wahl hängt damit stark vom gewünschten Ergebnis ab. Für spontane monochrome Straßenbilder, Studien von Formen und kontrastreiche Porträts ist die App überzeugend. Für Archivierung, flexible Nachbearbeitung und gemischte Fotoaufgaben bleibt die Standardkamera überlegen. Ich würde deshalb nicht fragen, welche Lösung allgemein besser ist, sondern an welcher Stelle im eigenen Ablauf die Schwarzweißentscheidung fallen soll.
Installation, Kompatibilität und langfristige Nutzung
BlackCam Pro ist für Android-Geräte ab Version 6.0 vorgesehen. Das macht die App grundsätzlich auch für ältere kompatible Smartphones interessant, sofern die Kamera des jeweiligen Geräts noch den eigenen Ansprüchen genügt. Gerade bei einer Kamera-App sollte man bedenken, dass die Bildqualität nicht allein von der Anwendung abhängt. Objektiv, Sensor, Licht und die Verarbeitung des Telefons beeinflussen das Ergebnis ebenso stark.
Die aktuelle Version ist 1.73. Im Alltag ist für mich wichtiger, dass die App mit dem vorhandenen Gerät zuverlässig startet und die Vorschau flüssig genug reagiert. Wer ein älteres Smartphone nutzt, sollte vor dem Kauf prüfen, ob die Kamera-Hardware bei schwierigen Lichtverhältnissen noch brauchbare Ergebnisse liefert. Eine spezielle Schwarzweiß-App kann keine fehlende Lichtleistung oder schwache Detailzeichnung ausgleichen.
Mit einem Preis von 0,89 € ist der Wechsel von einer kostenlosen Standardkamera finanziell überschaubar. Die größere Umstellung betrifft nicht das Bezahlen, sondern die Gewohnheit: Ich muss akzeptieren, dass die App eine gestalterische Entscheidung vorwegnimmt. Wenn ich später doch Farbe brauche, kann ich nicht einfach aus derselben Aufnahme eine vollständige Farbinformation zurückholen. Deshalb nutze ich sie bevorzugt für Szenen, bei denen Schwarzweiß von Anfang an das Ziel ist.
Die Verbreitung ist mit über 100.000 Installationen solide, und eine durchschnittliche Bewertung von 4,2 bei rund 3.100 Bewertungen zeigt, dass die App für viele Nutzer ihren klaren Zweck erfüllt. Ich lese diese Zahlen nicht als Beweis für eine universelle Empfehlung. Sie passen eher zu meinem Eindruck, dass BlackCam Pro eine bestimmte Zielgruppe anspricht: Menschen, die eine unkomplizierte Schwarzweißkamera möchten und keine komplette Fotoplattform erwarten.
Mein Urteil für verschiedene Nutzertypen
Für Einsteiger, die Schwarzweißfotografie praktisch lernen möchten, halte ich die App für einen guten Start. Sie reduziert die Entscheidung auf wesentliche Fragen: Wo liegt das Licht? Welche Formen wiederholen sich? Ist das Hauptmotiv vom Hintergrund getrennt? Durch die direkte Vorschau kann ich diese Fragen während des Fotografierens beantworten. Das ist verständlicher als ein späterer Bearbeitungskurs, bei dem ich erst nachträglich herausfinden muss, warum ein Bild nicht funktioniert.
Für Reisende ist sie dann sinnvoll, wenn die Reisebilder bewusst dokumentarisch oder grafisch wirken sollen. Eine alte Gasse, ein Markt mit starken Schatten oder eine Landschaft im Nebel können in Schwarzweiß sehr stimmungsvoll sein. Für bunte Schilder, lokale Speisen und charakteristische Farben würde ich allerdings zusätzlich die normale Kamera verwenden. Die beste Lösung ist hier kein vollständiger Wechsel, sondern ein bewusster Wechsel je nach Motiv.
Für erfahrene Fotografen ist der Nutzen spezieller. Wer bereits mit einer Kamera-App und einer Bearbeitungslösung arbeitet, braucht BlackCam Pro nicht zwingend. Interessant wird sie, wenn der direkte monochrome Blick den eigenen Aufnahmeprozess verändert oder wenn ich ohne Umweg eine Serie im gleichen visuellen Stil erstellen möchte. Für maximale Kontrolle über Tonwerte und spätere Varianten bleibt eine umfangreichere Lösung die bessere Wahl.
Überspringen würde ich die App, wenn ich vor allem farbgetreue Fotos, Videos, Dokumentenscans oder möglichst viele automatische Funktionen suche. Ebenso passt sie weniger zu einem Workflow, in dem jede Aufnahme als farbiges Original archiviert werden soll. In diesen Fällen bringt die Spezialisierung eher eine zusätzliche App als einen echten Vorteil.
Meine klare Empfehlung lautet deshalb: Wer regelmäßig gezielt Schwarzweiß fotografiert und die Wirkung schon vor dem Auslösen sehen möchte, kann BlackCam Pro für den kleinen Preis sinnvoll ausprobieren. Ich würde sie nicht als vollständigen Ersatz für die Smartphone-Kamera bezeichnen, sondern als fokussiertes Werkzeug für einen bestimmten fotografischen Blick. Genau darin liegt ihr Wert. Sie macht aus einer nachträglichen Filterentscheidung eine bewusste Aufnahmeentscheidung und hilft mir, Motive nach Licht und Struktur statt nur nach Farbe zu beurteilen.
Nach meiner Nutzung bleibt der Eindruck einer angenehm begrenzten Fotografie-App. Sie verspricht keinen universellen Werkzeugkasten, sondern konzentriert sich auf monochrome Bilder. Wenn diese Einschränkung zu meiner Absicht passt, fühlt sie sich nicht wie ein Mangel an, sondern wie eine nützliche Grenze. Für spontane Farbfotos bleibe ich bei der Standardkamera; für bewusst komponierte Schwarzweißaufnahmen ist BlackCam Pro jedoch eine empfehlenswerte, preiswerte Ergänzung von XnView.
FAQ
Was ist BlackCam Pro – B&W Camera und für wen eignet sich die App?
BlackCam Pro – B&W Camera ist eine Foto-App, die sich auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen und monochrome Bildstile konzentriert. Nach dem Öffnen wirkt die Bedienung angenehm direkt: Nutzer können Fotos aufnehmen oder vorhandene Bilder bearbeiten und ihnen einen klassischen, kontrastreichen Look geben. Die App eignet sich besonders für Fotofans, die ohne komplizierte Desktop-Programme experimentieren möchten und Wert auf Porträts, Architektur, Straßenfotografie oder stimmungsvolle Alltagsbilder legen.
Welche Bearbeitungsfunktionen bietet BlackCam Pro für Schwarz-Weiß-Fotos?
Die App bietet verschiedene monochrome Filter und Werkzeuge, mit denen sich die Wirkung eines Fotos deutlich verändern lässt. Je nach Motiv können Kontrast, Helligkeit und die allgemeine Intensität des Schwarz-Weiß-Effekts angepasst werden. Außerdem lassen sich Bilder typischerweise zuschneiden und für die Weitergabe speichern. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, mehrere Looks direkt miteinander zu vergleichen, bevor man sich für die passende Darstellung entscheidet.
Kann ich mit BlackCam Pro direkt fotografieren oder nur vorhandene Bilder bearbeiten?
BlackCam Pro ist nicht ausschließlich auf die nachträgliche Bearbeitung beschränkt. Nutzer können in der Regel direkt aus der App heraus ein Foto aufnehmen und dabei bereits vor der Auslösung einen monochromen Stil beurteilen. Alternativ lassen sich Bilder aus der Galerie importieren, was für bereits vorhandene Aufnahmen sehr praktisch ist. Die verfügbaren Kameraoptionen können je nach iPhone- oder Android-Version und Gerätemodell unterschiedlich ausfallen.
Ist BlackCam Pro kostenlos oder entstehen beim Download beziehungsweise bei der Nutzung Kosten?
Vor dem Download sollte man die aktuelle Store-Seite prüfen, da Preis, Kaufmodell und enthaltene Funktionen je nach Plattform und Region variieren können. Bei einer Pro-App ist außerdem möglich, dass bestimmte erweiterte Filter oder Werkzeuge nur nach dem Kauf verfügbar sind. Wichtig ist auch, die Beschreibung zu möglichen In-App-Käufen und Werbeeinblendungen zu lesen. So lässt sich vermeiden, dass nach der Installation unerwartete Einschränkungen auftreten.
Welche Berechtigungen benötigt BlackCam Pro und werden meine Fotos online gespeichert?
Für die wichtigsten Funktionen benötigt BlackCam Pro normalerweise Zugriff auf die Kamera, wenn direkt fotografiert werden soll, sowie auf die Fotomediathek beziehungsweise den Gerätespeicher zum Importieren und Speichern von Bildern. Vor der Zustimmung sollten Nutzer die angezeigten Berechtigungen sorgfältig prüfen. Fotos werden bei einer typischen lokalen Bearbeitung auf dem Gerät verarbeitet; trotzdem empfiehlt es sich, die aktuelle Datenschutzrichtlinie zu lesen, insbesondere wenn Cloud- oder Teilen-Funktionen angeboten werden.











